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So, die Hälfte des Jahres ist fast. Eine gute Zeit, um Bilanz zu ziehen: Wie sieht es denn mit Ihren guten Vorsätzen vom Jahresanfang aus? Schon aufgegeben? Oder haben Sie sich Anfang gar keine gesetzt, weil Sie sie sowieso nie einhalten?
Dann darf ich erst mal sagen: Es liegt nicht an Ihnen!
Hilfe – mein Chef ist ein Narzisst!
Ist das auch etwas, worunter Sie leiden? Falls ja, dann sind Sie nicht allein.
Knapp drei Jahre lang hätte das auch die Überschrift über mein (berufliches) Leben sein können.
Nur hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht so viel von Narzissmus gehört, geschweige denn, hätte ich einen Narzissten erkennen können.
Ich wusste nur, dass ich langsam, aber stetig, das Gefühl hatte, verrückt zu werden und letztendlich „the last (wo)man standing“ war, da all meine Kolleginnen und Kollegen, die an ihn berichteten, sich nach und nach auf andere Stellen bewarben.
Typisch Frau dachte ich lange Zeit, dass die ganze Misere an meiner Unzulänglichkeit läge und ich suchte die Schuld für die unschöne Zusammenarbeit bei mir.
Nach knapp zwei Jahren und einigen Coaching-Terminen kam ich dann jedoch zu dem Schluss, dass es nicht an mir lag, sondern dieser Chef einfach unglaublich unmoralisch war.
Aber was tat er denn genau?
Kürzlich gab ich ein Seminar für weibliche Führungskräfte und ein Kommentar war: „Warum muss ICH mich ändern? Ich will einfach, dass das aufhört und die diesen Sch… lassen!“.
Was mit diesem „Sch…“ gemeint war? Nun – das Verhalten, das Frauen im Business-Kontext regelmäßig auf die Palme bringt: wenn (manche) Männer sich verbal auf die Brust trommeln, den Damen ungefragt Ratschläge geben, komische Bemerkungen machen, über die dann alle am Konferenztisch lachen, oder bei Entscheidungen mitsprechen, die sie eigentlich nichts angehen.
Das ist für viele Frauen großer Mist.
Und immer, wenn ich dann höre „Wieso soll ich mich ändern?“, muss ich schmunzeln.
Oder: Was Frauen von Männern über Revier lernen können
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